MCB Gewinner Jugendförderpreises des Österreichischen Aeroclubs – 2003

MCB 2003 Gewinner 

des bundesweit ausgeschriebenen

 Jugendförderpreises des Österreichischen Aeroclubs

Unser Einsatz hat sich alleine schon im Hinblick auf die vielen Jugendlichen, die wir mit unserem Schulungsprogramm für unser Hobby begeistern konnten, gelohnt. Jetzt haben wir im Jahr 2004 damit zum Dank auch noch den Jugendförderpreis 2003 des Aeroclubs zugesprochen bekommen.Stand 23.05.2004 / Bericht: Ludwig Schwärzler / Bernd Kartnaller

von l. n. r. Ludwig Schwärzler, Bernhard Schertler. Jörg Farkas, Albert Reiter, Harald Kalteis

Wir haben uns riesig gefreut als uns unser Landessektionsleiter Konstantin SAFARIK die freudige Botschaft über den Gewinn des Jugendförderpreises 2003 mitteilte. Langjährige Aufbauarbeit hat sich für uns in vieler Hinsicht gelohnt und wurde nun auch bundesweit honoriert.

Mit dem von uns entwickelten Schulungsprogrammen und den Veranstaltungen zur Jugendförderung haben wir es geschafft, die Bundessektion von unserem Können zu überzeugen. Unter vielen Bewerbern wurde uns der Gewinn, ein Motorflugtrainermodell fertig gebaut mit dazugehörigem Verbrennungsmotor, zuerkannt.

   

Wir möchten uns hier auf diesem Weg auch bei unserem Bundessektionsleiter Dr. Georg Breiner, der es ermöglichte überhaupt so einen Preis für die Modellflieger ausgeschrieben wurde, recht herzlich bedanken!

Der Dank gilt auch unseren Fluglehrern, die unermüdlich die Schulungen durchführen und Aktionen für und mit Jugendlichen durchführen. Ebenso gilt der Dank allen Clubmitgliedern die das Jugendförderprogramm unseres Vereins nicht bloß mittragen, sondern mit viel Verständnis und durch Mithilfe die obengenannten Aktionen tatkräftig unterstützen.

Dieser Preis bestätigt uns in unserer Vorgangsweise und stärkt uns in unsern künftigen Projekten!

 

Nachstehend möchten wir noch einmal unser Schulungs- und Jugendförderprogramm anführen.

Die Jugendarbeit läuft beim MCB-Bregenz wie folgt ab:

Werbung für den Modellflugsport:

Jedes Jahr wird ein „Tag der offenen Tür“ veranstaltet. Der Vormittag ist für Schnupperflüge reserviert. Durch diese Veranstaltung konnten wir heuer drei Zugänge verzeichnen und viel Interesse wecken.

In den Schulferien besuchen uns 9 bis 12 Jährige von der nahegelegenen Schule zu einem Schnuppertag. Sie werden vom Obmann begrüßt. Unser Jugendreferent erklärt anhand eines Großmodells Aufbau u. Wirkungsweise eines Flugzeuges. Danach wird an 10 – 12 verschiedenen Modellen, die ausgestellt sind, Charakteristik jedes Modells erklärt. (Hochdecker, Tiefdecker, Elektro od. Verbrenner usw.)

  Anschließend gibt es eine Flugdemonstration, vom kleinsten bis zum größten Modell.

Richtig spannend wird es danach für die Kinder. Jetzt dürfen sie selber steuern.

Unsere Fluglehrer halten ihre Schulflugzeuge permanent in der Luft, die Schüler werden „fliegend“ alle 4-5 Minuten gewechselt.

Damit das Warten für die anderen nicht zu langweilig wird, werden sie mit Wienerle, Brot u. Limo bei Laune gehalten. Zum Abschluss erhält jeder Besucher ein gesponsertes Geschenk u. einen Brief an die Eltern.

Alle zwei Jahre gibt es in verschiedenen Ortschaften eine große Modellausstellung. Auch an allg. Hobbyausstellungen zeigen wir uns.

Schulung:

Zeigt ein Jugendlicher Interesse an unserem Sport, kann er schnuppern. Sind die Eltern einverstanden, wird er in den Club aufgenommen.

Zuerst wird er vom Jugendwart theoretisch eine Stunde in die Geheimnisse eingeführt.

Rechte u. Pflichten im Club, Grundbegriffe und Unfallgefahren.

Mit nach Hause nimmt er unser Skriptum, das Flugbuch u. einen blauen Frequenzstecker. Er erlaubt ihm, unter Aufsicht bei uns zu fliegen. Jetzt wird die praktische Schulung gestartet. Sie erfolgt nach einem von uns definierten Ablauf.  Siehe Beilage „Unterlagen für Neumitglieder und Flugschüler“ u. Homepage „Schulung beim MCB“. Der Neueingetretene wird nun an einen Fluglehrer zugewiesen, der bis zur Abschlussprüfung für ihn zuständig ist.

 

Nach jedem Flugtraining muss der Flugschüler die entsprechenden Übungen mit  Zeitangabe  in sein Flugbuch eintragen. Der Fluglehrer signiert die Eintragung.

Gleich von Anfang an, wird vom Jugendbetreuer guten Kontakt zum Elternhaus gepflegt. Damit präsentieren wir den Club und erhalten Feedbacks.

Parallel zur Schulung wird der Jugendliche beraten welches Modell für ihn in Frage kommt, es wird beim Bau dazugeschaut u. vom Flug-Lehrer eingeflogen.

Sobald er in der Lage ist, sicher zu starten u. zu landen, ohne dass der Lehrer eingreifen muss, kann er die A u. B Prüfung ablegen. Dazu benötigen wir  zwischen 3 bzw. 4 Trainingsstunden, in größeren Abständen gehalten. Um die Konzentration von Schüler u. Lehrer (!!) aufrecht zuhalten, begrenzen  wir einen Übungsflug mit ca. 8 Minuten. Die Prüfung macht er bereits mit seinem eigenen Modell. Dadurch erreichen wir für ihn einen nahtlosen Übergang zur Selbständigkeit mit einem schon eingeflogenen Modell, u. unsere Schulmaschinen werden nicht dem Prüfungsstress ausgesetzt!

Hat er die Prüfung hinter sich, wird er zum nächsten Clubabend eingeladen. Dort gratuliert der Obmann mit einem Geschenk.( Urkunde, Club-Mütze, Club-Tasse, ein Klebeset u. Süßigkeiten, dies alles schön verpackt). Der blaue Frequenzstecker wird ausgetauscht gegen den roten. Jetzt darf er ohne Aufsicht fliegen !! Ein großer Augenblick für einen 10 bis 12 Jährigen.

Damit er nachher nicht alleine dasteht, ist ein etwas älterer Jugendlicher  als verbindende Brücke zwischen Jung u. Alt  für ihn zuständig. Natürlich wird er nach wie vor von den Fluglehrern betreut, wenn Not am Mann ist. Die Gemeinsamkeit während der Schulung verbindet Lehrer u. Schüler ganz automatisch, was wiederum zu einem guten Klima im Club beiträgt.

Jeden Mittwochabend ist Kunstflugtraining angesagt. Der Neuling kann sich dort anschließen, um sich gleich weiterbilden zu können. Sobald wir merken, dass er den einfachen Kunstflug beherrscht, wird er zur C-Prüfung angehalten. Diese wiederum beflügelt zum Mitmachen an Wettbewerben.

Bei Schaufliegen werden die „Jungen“ mit einem Fluglehrer dort hingefahren. Dadurch lernen sie vor Publikum zu fliegen. Zitat vom Obmann des MBG Bludenz an alle Vlbg. Clubs nach dem Freundschaftstreffen in Schlins 2003: „Ich war sehr beeindruckt von den Jugendlichen aus Bregenz, die kaum das Modellfliegen erlernt, ihr Können schon vor Publikum unter Beweis stellten.

 Fazit:

Zur Schulung haben sich heuer acht Neueingetretene angemeldet. Davon haben vier am 12. September die A u. B-Prüfung bestanden. Zwei „Letztjährige“ bereiten sich auf die C-Prüfung vor. Selbstverständlich erwachsen den Eltern keine zusätzlichen Kosten.

Unterrichtet werden die Flugschüler vom Jugendbetreuer u. 4 Fluglehrern. Zur Schulung stehen 4 Lehrer-Schüleranlagen zur Verfügung.

Wir besitzen derzeit sieben Schulmaschinen. Fünf Verbrenner u. zwei E.-Segler. Jeder Fluglehrer ist für seine Maschine verantwortlich.

Wir sind überzeugt, dass wir mit unserer erfolgreichen Jugendarbeit nicht nur dem Jugendlichen ein schönes, anspruchvolles Hobby ermöglichen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Pilotennachwuchs in der österreichischen Fliegerei leisten.

Aus unseren Reihen sind bereits zwei Linienpiloten u. zwei Privatpiloten „herausgewachsen“!

Hier einige Eindrücke!

Die Schulungsmodelle des MCB

Lehrer/Schülersender mit Verbindungskabel zur optimalen Schulung

Die Besprechung vor dem Flug ist wichtig!

Volle Konzentration bei Lehrer und Schüler während des Fluges

Die Landung ist das schwierigste Flugmanöver!