1. offene Deutsche Meisterschaft F3C Freestyle – 2003

2003 – 1.Offizielle Deutsche Meisterschaft des DAeC mit internationaler Beteiligung!

1. offene Deutsche Meisterschaft F3C Freestyle

06./07. September 2003

in Weisenheim am Sand (ca. 360km von Bregenz)

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Nach einigen in Deutschland durchgeführten 3D-Freestyle- Bewerben war es endlich soweit eine offizielle Deutsche Meisterschaft des DAeC auszutragen.

Tobias Schulz, Fachreferent Modellhubschrauber konnte den DAeC von der Notwendigkeit der Durchführung dieser Kategorie von Wettbewerben überzeugen und stellte zusammen mit Albert Fruth, Organisator des Freestylecups in Röttingen, alle Weichen um diesen Wettkampf zu veranstalten.

Meines Wissens ist dies die erste nationale Freestyle-Meisterschaft weltweit!

Außerdem ist diese eine offene internationale Meisterschaft, d.h. die Teilnahme unterliegt keinen nationalen oder verbandszugehörigkeitlichen Einschränkungen! Eine neue Meisterschaft verlangt zunächst einige Erklärungen. Die Bezeichnung der Klasse z. B. ergibt sich aus der internationalen Einordnung F3C = Ferngelenkte Hubschrauber, hat also mit der bekannten F3C-Klasse erst mal nichts zu tun. Gemeinsamkeiten gibt es, was die technischen Regeln für die Modelle betrifft, so ist das Modellgewicht auf 6 kg begrenzt. Weitere Einschränkungen gibt es vorläufig nicht. Die Erfahrungen der diesjährigen DM werden helfen, die Regeln für die Zukunft festzulegen und daraus vielleicht eine Internationale Wettbewerbsserie zu machen.

Das Programm wurde großteils von den bekannten Wettbewerben wie Pöttingcup und Freestylecup Röttingen übernommen und im Detail noch weiter verbessert, K-Faktorn angepasst und mit zusätzlicher Figur „TicToc“ ergänzt. Der Pflichtfigurenkatalog beläuft sich somit auf 43 Figuren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Der Wettbewerb setzt sich auch weiterhin aus 2 x Pflicht mit 8 aus dem Katalog frei wählbaren Figuren und 2 x 3-5 minütiger Kür zusammen.

Auch die fliegerische Bewertung konnte nach altbewährter Art unverändert weitergeführt werden. In der Pflicht wurde vor allem die Exaktheit bewertet, bei der Kür wurde sowohl die Exaktheit, Kreativität, Sicherheit, Schwierigkeitsgrad und Harmonie ins Kalkül gezogen.

Die Lautstärke wurde diesmal mit + 2 % bei sehr leise und mit – 2 % bei sehr lauten Modellen mit einbezogen, diese Bewertung erfolgt subjektiv durch die Punkterichter.

Dank der Normierung der einzelnen Durchgänge auf 100% kann der schlechteste Durchgang gestrichen werden.

Jeder Flug wird von 3 Punktwertern bewertet. Die Ergebnisse jedes Durchgangs werden auf den Durchgangsbesten, der 100% erhält, normiert. So lassen sich Pflicht- und Kür-Durchgänge rechnerisch vergleichen. Das Gesamtergebnis ergibt sich aus den besten 3 Durchgängen, der Sieger kann also max. 300% erreichen.

Es gab auch eine „Einsteiger-Wertung“! Für die Einsteiger wird allerdings keine eigene DM ausgeschrieben.


 

Der Austragungsort:

Der HMFV Weisenheim hatte schon länger Interesse bekundet und Volker König und seine Leute waren sofort dabei, als es hieß diese DM auszurichten

Das Fluggelände in Weisenheim am Sand stand mit dem dortigen Heliverein für das gesamte Septemberwochenende zur Verfügung. Der dort ansässige Verein hatte viele seiner Mitglieder motivieren können tatkräftig bei der Veranstaltung mitzuwirken und man wurde allerbestes bewirtet und verpflegt. Die Gerichte aus der Pfanne sorgten für Abwechslung in dem sonst auf solchen Veranstaltungen gewohnten einerlei mit Wurst und Brot. Die Veranstalter wurden mit viel Hunger und guter Laune belohnt! Danke hier an alle die mitgewirkt haben und die Mühen auf sich genommen haben!

Das Gelände selbst befindet sich in einer typischen Weinanbauregion in der Pfalz. Das Flugfeld wurde ringsum von Weinrebenfeldern begrenzt. Außenlandungen würden hier mit Trauben aber auch sicher mir zumindest kaputten Rotorblättern belohnt. Aber um es vorweg zu nehmen, es kam an diesem Wochenende zu keiner unliebsamen Begegnung dieser Art!

Der HMFV ist ein reiner Modell-Hubschrauber-Verein, Interessierte können unter www.HMFV-Weisenheim.de mehr erfahren, auch Anfahrtsskizze und Lageplan sind dort erhältlich.


Anreise:

Einige nutzten schon den Donnerstag um sich auf den Wettbewerb einzustellen. Viele Piloten reisten am Freitag vor dem Wettbewerb an und machten gleich die ersten Preflights um den korrekten Lauf des Motors zu prüfen. Die untergehende Sonne beendete dann die Flugaktivitäten für diesen Tag.

Wir, Christian (Baumi) Baumann und ich, fuhren kurz vor Mittag bei uns los und kamen dank Stau später als gewünscht in Weisenheim an. Einem Flug am Freitag so gegen 17.00h stand allerdings nichts im Wege und die Einstellung des Motors konnte geprüft werden.  Harald Schappacher war mit einer Tiroler Abordnung ebenfalls schon Vorort und man fühlte sich als Österreich gleich heimisch!!!

Guillaume Hastoy hatte sich noch in der Wettbewerbswoche einen Absturz geleistet und hatte, obwohl er fast die gesamte Nacht mit dem Wiederaufbau des Modells und der Anreise verbracht hatte, mit seinem Modell am Freitag noch einige Arbeit!. Aber mit tatkräftiger Zusammenarbeit wurde auch das bewältigt und der Mille lief dann auch.

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Genächtigt werden konnte in Hotels und Pensionen in der nächsten Umgebung die Vorort gebucht wurden. Zum Schlafen wurde dank Weinlese „Junger Wein“ gereicht der für tiefen Schlaf sorgte.


Teilnehmer:

Das Teilnehmerfeld setzte sich aus 22 Piloten zusammen. Da die Ausschreibung auf offene Meisterschaft lautete waren neben den Deutschen Piloten auch 2 Österreicher, 2 Schweizer und 1 Franzose vertreten.

Unter den Modellen war eine große Produktpalette zu sehen.


Der Wettbewerb:

Samstag 6.Sept.:

Image Da auf den Sonntag eine etwas erhöhte Regenwahrscheinlichkeit vorausgesagt wurde, wurde beschlossen, am Samstag 2 Pflichten und 1 Kür auszutragen.

1.Pflicht:

Begonnen wurde mit der 1. Pflicht. Die zuvor abgegebenen Figurenkataloge wurden feinsäuberlich ausgedruckt von der Wettbewerbsleitung den Piloten und Punkterichtern zur Verfügung gestellt.

Bei diesem Durchgang war Nervenstärke und Präzision gefragt, die Auswahl der Figuren entscheidet über die maximal erreichbare Punktezahl, wobei weniger oft mehr sein kann. Man sollte sich hier bei der Auswahl der Figuren nicht nur am Können, sondern auch an den Windbedingungen orientieren. So kam es dann auch, dass bei dem etwas böigen Wind eher auf Fahrtfiguren zurückgegriffen, auf Schwebefiguren wurde eher verzichtet.

Christian Wehle setzte hier schon deutlich Maßstäbe und macht den ersten 100er des Tages und setzte sich vom dem zu diesem Zeitpunkt zweitplatzierten Guillaume Hastoy, der es auf 88,51% brauchte, deutlich ab. Rüdiger Feil konnte nach der Anreise in der Nacht in der ersten Pflicht nicht überzeugen und wurde hinter Franz Reichlmeier vierter des Durchganges. Bereits nach der 1.Pflicht war zu erkennen, dass der Sieg nur über den Topfavorit Christian Wehle gehen würde.

Hier konnte festgestellt werden, dass die Pflichtfiguren beim Trainieren nicht links liegen gelassen wurden. Alle Piloten konnten ihre Figuren einwandfrei vortragen.

Auf den folgenden Plätzen wurde es bereits sehr knapp, das spricht für eine hohe Leistungsdichte bei den Piloten. Josef Edenharder, Harald Schappacher und Andreas Rummer lagen zu diesem Zeitpunkt ganz knapp zusammen.


1.Kür:

Als zweites auf dem Programmpunkt stand die 1. durchzuführende Kür. Dieser Durchgang wurde, nach der Vorgabe durch die UK-Masters, von Publikum und Teilnehmern mit Spannung erwartet. Enttäuscht wurde niemand!

Ron Sebastian hatte Probleme mit der Leistung seines Motors, konnte sich aber noch recht gut bis zum Ende des Flugs retten. Guillaume Hastoy flog bekannt spektakulär mit Touch-And-Go und Piro-Überschlägen, musste aber seinen zweiten Platz nach der Pflicht an den Rüdiger Feil abgeben und war nun Dritter. Christian mit hohen Schwierigkeitsgraden im Freestyle, gewann wiederum den 2. Durchgang und blieb mit großem Vorsprung in Führung. Franz Reichlmeier flog diesmal mit einem Vario Experience mit OS 91 und konnte sich ebenfalls im Spitzenfeld positionieren. Stéphane Koessler aus Frankreich zeigte mit seinem ThreeDee NT wunderschöne, langsame und weichgesteuerte Figuren, Harald Schappacher schlug in die selbe Kerbe. Manchen Zuschauern gefällt dieser Flugstil vielleicht besser als so mancher Flug vom Spitzenfeld. Frank Bräutigam hatte mit seinem NT Pech beim Start und versenkte sein Modell 2 Sekunden nach dem Überschlagstart.

Spätestens hier wurde das Niveau der DM deutlich unterstrichen. Absolute Schwierigkeitsgrade wurden aneinander gereiht und beherrscht vorgeflogen. Allen voran wieder von Christian Wehle der seinen Vigor CS durch alle Figuren hetzte und nie den Anschein von Unsicherheit vermittelte. Rüdiger Feil konnte sich in diesem Durchgang wie erwähnt mit 97,14% hinter Christian behaupten. Ron Sebastin zeigte in diesem Durchgang mit dem 3. Platz auf. Franz Reichlmeier schaffte es mit gewagten Flugmanövern, sich ganz knapp hinter Guillaume Hastoy zu platzieren.

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Harald Schappacher bei seinem Kürdurchgang

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Guillaume Hastoy beim Wertungsdurchgang Kür

2.Pflicht:

Am Ende des Tages stand die 2. Pflicht auf dem Programm. Die Figuren konnten gegenüber der ersten Pflicht variieren und so kam es auch das von den meisten Piloten die höheren Schwierigkeitsgrade gewählt wurden. Wieder wurden die Figuren tadellos präsentiert und so kam Rüdiger Feil zu seinem 100er Durchgang vor Christian mit 98,38%. Auf den Plätzen wurde hart gefightet und punktemäßig rückten die Plätze 3-5 sehr nahe zusammen. Hier zeichnete sich noch ein harter Kampf um den 3. Rang zwischen Franz Reichlmeier, Guillaume Hastoy und Ron Sebastian ab.

Am 1. Rang war schon vor dem Abschlusstag nichts mehr zu rütteln, Christian Wehle lag schon uneinholbar in Front.

Image  Christian Wehle mit seinem JR Vigor CS

 Sonntag 8. Sept.:

Am Sonntag war der Beginn auf 10.00h gelegt worden, somit konnten auch die, die am Samstagabend zu den Letzten zählten noch ausgeruht erscheinen. Das Wetter zeigte sich von der wechselhaften Seite, es kam aber nach einem etwas verzögerten Start nur zu einer kurzen wetterbedingten Unterbrechung.

2.Kür

Die 2. Kür stand auf dem Programm. Hier wollte jeder noch mal sein gesamtes Können präsentieren, dies spiegelte sich in den erhöhten Schwierigkeitsgraden wieder. Es gab nur ein Motto im letzten Kür-Durchgang: Angreifen! Christian Wehle und Rüdiger Feil konnten natürlich ihren letzten Flug ganz locker angehen, ihre Plätze waren ja gesichert.

Wieder musste Josef Edenhardter seinen Flug wegen Regens unterbrechen, anscheinend hatte er einen besonderen Spritzusatz, der die Wolken anzapfte.

Franz Reichlmeier legte extra noch ein paar Trainingsflüge am Samstag Abend, sowie am Sonntag Früh ein, um noch auf das Potest zu kommen. Hinter ihm lauerten aber bereits Ron Sebastian und Andreas Rummer, die sich ebenfalls berechtigte Hoffnungen auf einen dritten Platz machen konnten.

Ron Sebastian zeigte diesmal was er kann, wenn der Motor zufriedenstellend läuft, eine spektakuläre Kür und wurde nur von Christian Wehle getopt.

Christian flog ohne Druck seine Kür sensationell durch und bewies wiederholt sein herausragendes Können und beeindruckte Punkterichter und Zuschauer gleichermaßen! Auch Rüdiger Feil lies nichts anbrennen und steigerte sich noch einmal.

Ganz knapp ging es wie erwähnt um den 3. Platz zu. Ron’s Kür reichte gerade nicht für den 3. Endrang, da Franz Reichlmeier seinen Flugstil deutlich mehr in Richtung Präzision verbessern konnte und daher auch in dieser Bewertungskategorie einige Punkte einheimste. Schlussendlich lagen zwischen 3. Platziertem und dem etwas glücklos vom 3. Platz auf den 5. Platz zurückgefallenen Guillaume Hastoy lediglich 4,5 %-Punkte, zwischen 2tem und 3tem sogar nur 1,15%-Punkte. Hier entschied lediglich das Zünglein an der Waage über die Platzierung.

Andreas Rummer konnte mit fremden Heli (Leihgabe MadTriX von Albert Fruth) den hervorragenden sechsten Platz belegen. Das Andreas ein Spitzenpilot ist konnte man letztes Jahr mit seinem zweiten Platz beim Pöting Cup bereits sehen.

Ich (mit Vision SX) hatte Pech bei seinem letzten Flug und stürzte leider nach guter Kür bei Pirouetten-Überschläge ab. Mit 62,37 % war dieser Flug aber trotzdem gut, ohne Absturz wären es zwischen 75% und 80% geworden und hätte den 10. Platz voraussichtlich verteidigen können.

Gerald Elsishans legte enorm zu und verbesserte seine Kür von knapp 73% auf 85% und überholte Harald Schappacher fast noch. Als Differenz blieben 0,37 Punkte was 0,12% entspricht. Wie man sieht wird hier um jedes Zehntel gekämpft !

Zu erwähnen sind die Autorotationsfiguren von Jörg Wiesner mit seinem ThreeDee NT. Nick und Roll-Überschläge, Endlos-Pirouetten bis auf Bodennähe.

Im gesamten Feld wurden ebenso saubere Flüge gezeigt und äußerst sauber geflogen. Der ein oder andere konnte mit tollen Durchgängen aufwarten und für die Zukunft aufzeigen.

Der 16 jährige Philipp Hartmann zeigte blitzsauber geflogene Figuren mit höchstem Schwierigkeitsgrad. Obwohl er erst vor kurzem mit der Helifliegerei begonnen hatte, bewies er, was mit Talent und Fleiß alles möglich ist!

Stimmung:

Die Stimmung unter den Piloten war mehr als hervorragend. Zu keiner Zeit hatte man das Gefühl Rivale zu sein. Der kameradschaftliche Umgang miteinander stand sehr im Vordergrund. Es fand reger Austausch statt und Geheimnisse untereinander gab es nicht.

Applaus wurde ebenfalls nicht gespart, es gab sogar bei besonders gut gelungenen Figuren Szenenapplaus durch die „Kontrahenten“.

Alles zusammen herrschte das gesamte Wochenende hindurch gute Laune. Der abendliche Erfahrungsaustausch bei Speis und Trank wurde selbstverständlich ebenfalls gepflegt und einiges Insiderwissen verraten.

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Nichts entging den zusehenden Piloten!

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Schau genau!

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Christian Wehle hier mit Christian Baumann bei den Startvorbereitungen

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Harald Schappacher und Gerald Elsishans

Die Sieger:

Es stand ja schon am Samstag nach dem 3. Durchgang fest, dass Christian Wehle die 1. Deutsche F3C-Freestylemeisterschaft für sich entscheiden konnte. Herzliche Gratulation für diese hervorragende Leistung! Er konnte beeindruckend seine Rangstellung in dieser Modellflugklasse unter Beweis stellen.

Viel Anerkennung auch an F3C-Europameister Rüdiger Feil, der bei den Freestylern eine glänzenden Vorstellung ablieferte und sein Können unter Beweis stellte.

Franz Reichelmeier konnte seinen Flugstil den Wettbewerbsbedingungen dieses Jahr sehr gut anpassen und belegte so den hat umkämpften 3. Rang.

Image 1. Rang somit Deutscher Meister Christian Wehle2. Rang F3C Europameister Rüdiger Feil (rechts)

3. Rang Franz Reichlmeier (links)

Es waren aber nicht nur die ersten drei Gewinner. Neben reicher Erfahrung die gesammelt wurde, wurden ebenso zahlreiche Preise von unterschiedlichen Sponsoren verlost. Zusätzlich wurde Wein aus der Region gereicht und eine Urkunde ausgehändigt. Die Weinkönigin verlieh der Siegerehrung eine besondere Note!

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Pokale hergestellt von Albert Fruth

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Die Sponsorenpreise konnten sich sehen lassen

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Franz R. bei der Siegerehrung

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Die Gewinner und die Organisatoren

Aussicht:

Das von dem Pöting-Cup und Freestylecup in Röttingen übernommene Reglement wurde ja schon mehrfach geflogen und wird auch von den Piloten als faire Bewertung ihrer Leistungen anerkannt.

In Details wird es von Tobias Schulz aufgrund der Erfahrungen dieser DM noch verbessert und angepasst werden. Eine Erweiterung um noch schwierigere Pflichtfiguren ist noch nicht sinnvoll, solange die dargebotenen Figuren noch nicht mit der maximalen Punktzahl von den Punktrichtern honoriert werden. Außer einem Pirouettenlopping von Christian Wehle und den Autorotationen von Rüdiger Feil schaffte es niemand die magischen 10 Punkte den Punktrichtern zu entlocken.

Voraussichtlich werden die Zeiten für die Kür verkürzt und der Funnel in den Pflichtkatalog aufgenommen. Und bei den Autorotationen in der Pflicht wird das Ausschalten des Motors eingeführt. D.h. bei 2 Autorotoation in einer Pflicht, muss bzw. darf der Motor wieder angelassen werden.

Das Reglement soll dann der CIAM (internationale Modellflugbehörde) zur Aufnahme als vorläufige internationale Klasse vorgeschlagen werden.

Die Victory-flights der Bestplatzierten zeigen dann endgültig, dass UK-Masters Niveau auch auf dem „Kontinent“ erreicht ist, wenn nicht überboten wird !

Auffallend war, dass junge Piloten bereits an der Spitze sind und einige sich dieser nähern. Dies mag auch durch die Computersimulationen zu erklären sein, die Motorik kann durch diese sehr gut trainiert werden. Für die Präzision ist aber nach wie vor das Training am Modell unabdingbar. In der Zukunft werden wir noch weitere junge Piloten im Spitzenfeld haben – neben den bereits etablierten Piloten Christan Wehle 21 Jahre, Ron Sebastian 19 Jahre, Andreas Rummer 20 Jahre, Philipp Hartmann 16 Jahre, Stéphane Koessler 22 Jahre.

Toll, dass sich auch mal 2 Österreicher auf den Weg machten, um an einem 3D-Wettbewerb teilzunehmen. Vielleicht konnte hier der Startschuss für die Austragung eines österreichischen Wettbewerbs in dieser Klasse gegeben werden, nachdem Harald Schappacher in Österreich nicht genügend Piloten für die Durchführung einer Veranstaltung gewinnen konnte. Warten wir’s ab, vielleicht gab dies den „noch“ Zweiflern den nötigen Anstoß!

Viel Lob auch an die unermüdlichen Punkterichter Heinz Greber, Stefan Wolf und Tobias Schulz die ganze 88 Flüge zu beurteilen hatten und ihre Sache wirklich hervorragend meisterten.

An dieser Stelle soll jeder Pilot ermuntert werden, auch mal bei einem Wettbewerb mitzufliegen. Es wird immer bessere Piloten geben, wichtig ist nur, dass man mit seiner eigenen Leistung zufrieden ist, egal auf welchem Rang man sich am Ende befindet. Als Platzierte der Einsteigerklasse daher Respekt und Gratulation an den Ersten Thomas Weis, dem Zweiten Detlef Jacobi und an den Dritten Ruben Leyendecker.

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Ron Sebastian am justieren!

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Das kann sich sehen lassen!

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 Dieter F. Heinlin

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Hirobo Twister von Rüdiger Feil

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Den NT aus Kreuz gelegt hat Uli Haslinde

Christian Wehle mit dem Kommentator Franz Reichelmeier nach seinem Victory-Flight.

Der Flug wurde über Lautsprecher entsprechend Kommentiert! Franz fühlte sich so richtig im Element!

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Der neue MadTriX von Albert Fruth (links) mit 4,3kg. Fast jeder durfte mal einen Flug probieren!!

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Das Modell des Siegers JR Vigor CS


Endergebnisse

1 Christian Wehle mit JR Vigor CS 300.00
2 Rüdiger Feil (F3C Europameister) mit Hirobo Twister 293.91
3 Franz Reichlmeier mit Vario X-perience 272.80
4 Ron Sebastian mit 3D-NT 271.65
5 Guillaume Hastoy (Schweiz) mit Millenium II 90 268.30
6 Andreas Rummer mit MadTriX von Albert Fruth 249.61
7 Josef Edenharter mit Millenium II  239.83
8 Harald Schappacher (Österreich) mit 3D-NT 229.16
9 Gerald Elsishans mit 3D-NT 228.79
10 Ulrich Röhr mit Elektro 209.61
11 Philipp Hartmann (16. Jahre alt) Millenium II  203.85
12 Bernd Kartnaller (Österreich) mit Vision SX 201.72
13 Uli Haslinde mit 3D-NT 195.23
14 Jörg Wiesner 191.46
15 Frank Fuchs 189.69
16 Frank Bräutigam mit 3D-NT und Futura SE 189.07
17 Franz Pfurner  189.03
18 Markus Fiehn mit Hirobo Twister 187.22
19 Stephane Koessler 181.40
20 Thomas Weis 146.90
21 Detlef Jacobi 132.09
22 Ruben Leyendecker 99.39
23 Enenkel

Punkteliste: Anmerkung: Von den vier Wertungsflügen wird das schlechteste Ergebnis gestrichen !!!

Platz

Name

Vorname

Pflicht 1

Pflicht 2

Kür 1

Kür 2

Gesamt

1

Wehle

Christian

100,00

93,38

100,00

100,00

300,00

2

Feil

Rüdiger

84,84

100,00

97,14

96,77

293,91

3

Reichl-Meier

Franz

86,58

85,02

90,31

95,91

272,80

4

Sebastian

Ron

82,08

83,06

90,53

98,06

271,65

5

Hastoy

Guillaume

88,51

87,66

91,19

88,60

268,30

6

Rummer

Andreas

82,24

76,72

84,58

82,80

249,61

7

Edenharter

Josef

81,70

76,84

76,43

81,29

239,83

8

Schappacher

Harald

79,33

80,00

69,82

69,46

229,16

9

Elsishans

Gerald

67,04

70,51

72,91

85,38

228,79

10

Röhr

Ulrich

66,18

67,75

62,23

75,68

209,61

11

Hartmann

Philipp

62,61

72,43

60,13

68,82

203,85

12

Kartnaller

Bernd

65,29

69,47

66,96

62,37

201,72

13

Haslinde

Uli

71,20

0,00

61,45

62,58

195,23

14

Wiesner

Jörg

39,72

54,00

74,23

63,23

191,46

15

Fuchs

Frank

60,16

65,65

61,67

62,37

189,69

16

Bräutigam

Frank

58,53

55,70

0,00

74,84

189,07

17

Pfurner

Franz

58,47

59,93

58,50

70,60

189,03

18

Fiehn

Markus

57,80

66,83

54,41

62,59

187,22

19

Koessler

Stéphane

60,18

61,22

53,30

60,00

181,40

20

Weiss

Thomas

45,99

50,51

47,36

49,03

146,90

21

Jacobi

Detlef

34,72

29,94

46,48

50,89

132,09

22

Leyendecker

Ruben

24,80

26,79

32,60

40,00

99,39


 

Bericht von Bernd Kartnaller 14.09.2003 – Dank auch an Albert Fruth, Tobias Schulz, Harald Schappacher!

Bericht auch unter: Homepage von HMFV-Weisenheim am Sand und bei Harald Schappacher