Voyager 50 JR – 2004

Voyager 50

von JR Heli Division

Baubericht und Einstelltipps

von www.JR-Heliaustria.com 

(Bericht Bernd Kartnaller Stand 28. Februar 2004)

sieh auch: alte Homepage MCB

Anlieferungszustand des JR – Voyager50

Der Voyager 50 sollte zu meinem Fun- bzw. Trainingsgerät für den Alltag werden.

Anlieferungszustand und Daten des JR Voyager50:

  • Länge 1180mm / Höhe 410mm
  • Rotorblattlänge 600mm
  • Aluminium-Kupplungsglocke
  • Übersetzungsverhältnis 9,78 : 1 : 5,18
  • Rechtsdreher mit einstufigem Getriebe
  • Taumelscheibenanlenkung CCPM 120°
  • Alu-Chassis mit gummigelagertem RC-Vorbau
  • Riemenantrieb für Heck (mitdrehendes Heck bei Autorotation optional)
  • Heckrohrdurchmesser mit originalen Blättern 230mm
  • Alu-Lagerböcke für Motor, Hauptrotor
  • hohle 10mm Hauptrotorwelle
  • Motorträger aus Alu
  • stabile Rahmenbodenplatte
  • integrierter Starterfreilauf mit 6-Kant Starteradapter, Starten von oben
  • robustes Landegestell
  • weiße Kunststofftrainerhaube mit umfangreichem Dekorbogen
  • sämtliche Materialen für die Servokabelführung
  • Heckrotorblätter aus Kunststoff (K&S)
  • Hauptrotorblätter aus Holz

Meine Komponenten stellen sich wie folgt zusammen:

  • Motor OS 50SX (im Baukasten dabei)
  • K&S Dämpfer
  • Servos 3 Stk. Futaba 9206 (Taumelscheibe) + Futaba 9201 Gas
  • Kreisel CSM 560SL micro +  Futaba 9253
  • Heckrotorblätter original Vigor CS Kunststoffblätter (gegen original Voyagerblätter ausgetauscht)
  • CFK Hauptrotorblätter Thunder Tiger bzw. BBT 600mm
  • Paddel K&S 3D

 

Baugruppen sind alle sauber in Kunststoffbeutel verschweißt und aufgeteilt in Baugruppen incl. Schrauben usw. Die Baugruppen sind in der englischsprachigen Anleitung genau zugeordnet und anhand von Explosionszeichnungen beschrieben. Auf den englischen Text kann fast zur Gänze verzichtet werden bzw. es sind nur geringe Englischkenntnisse erforderlich.

Keine Schraube fehlt und alles passt mehr als tadellos. Die Fertigungsqualität ist als wirklich außerordentlich zu bezeichnen. Es musste nichts auch nur ansatzweise nachgearbeitet werden.

Hier die komplette erste Baugruppe! Belastete Teile sind aus Aluminium hergestellt, die Alulagerböcke sorgen für lange Lebensdauer.Wichtig: Aluminiumkupplungsritzel in das Lager einkleben! Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich der Lagersitz ausschlägt.

Vorsicht bei der beim Anziehen der Schrauben für die Heckabtriebseinheit, beim Gegenhalten das Kunststoffzahnrad nicht beschädigen!

Der gesamte Aufbau geht sehr schnell voran und im nu steht der Heli auf eigenen Beinen und das Chassis ist schon fast aufgebaut! 
Der RC-Vorbau ist samt Tank auch schon aufgebaut.Arbeitsaufwand bisher gesamt ca.1,5h!
 

 

Der Motor wird mit der Kupplungseinheit mit integriertem Freilauf bestückt. Rundlauf ist durch das Doppelkonussystem garantiert!Sechskantstarteradapter ist in der selben Größe wie bei den 60er/90er Helis ausgeführt!
Der Motor wird von unten in dei Mechanik eingeschoben und auf den noch lose montierten Motorträger geschraubt. Der Motor kann noch axial verschoben werden und wird in die Kupplung eingeschoben. Kupplungseinheit ist ebenfalls noch lose montiert!WichtigBis auf Anschlag in die Kupplung schieben und anschließend ca. 1mm wieder heraus ziehen, somit ist das nötige Spiel in Axialrichtung gegeben! Motorträger festziehen und Kupplungslagerbock fluchtend ausrichten = Kupplung zu Motor sollen nicht schief zueinander stehen, denn nur so kann später die Kupplung auch sauber in den Belag greifen!

Getriebespiel kontrollieren und fertig!

Der K&S Dämpfer ist schnell montiert und harmoniert mit dem Motor hervorragend!

Taumelscheibe ist aus Alu-Kunststoff und sehr spielfrei. Mischhebel sind aus stabilem Stahl. Pitchkompensator ist spielfrei ausgeführt!
Der Rotorkopf ist ähnlich dem Vigorkopf ausgeführt, Alu Nabe, Alu-Paddelstangenaufnahme, Kunststoffzentralstück bzw. Kunststoffblatthalter!Der Kopf liegt fertig montiert bei!

Alles ist ausreichend dimensioniert, die Rotorkopfdämpfung ist als weich einzustufen (Ist auch nicht für 3D ausgelegt)!

Paddelstangenlagerung ist stabil ausgeführt.

  Die Taumelscheibe soll über den gesamten Pitchweg sauber und ohne Bewegungen auf Roll bzw. Nick verlaufen.

Die Taumelscheibe wird mittels einer Libelle über den gesamten Verfahrweg kontrolliert!

Siehe Bericht Vigor CS

Der Heckrotor wird mittels Zahnriemen angetrieben und ist sehr unproblematisch in der Einstellung. Riemen läuft sehr wiederstandsarm und ohne seitliche Anlauftendenzen. Riemenspannung erfolgt über axiales Verschieben des Heckrohres in der Mechanik und anschließendes festklemmen!

Bild oben zeigt die Abtriebseinheit für den Zahnriemen von hinten gesehen!

Mechanik fertig aufgebaut!

Voyager 50 mit Originalhaube und Eigenbau CFK-Seitenflosse

Einstellung und Anpassungen für 3D:

Anmerkung: Diese Angaben beziehen sich lediglich auf die von mir angestrebte 3D-Tauglichkeit. Werden die Angaben der laut Anleitung übernommen kann der Heli problemlos von Schweben bis Kunstflug betrieben werden.

3D Einstellungen:

Gestänge wurden weitestgehend laut Beschreibung eingestellt, lediglich das kurze Gestänge am Rotorkopf wurde für symmetrische 3D-Pitchwege ausgetauscht und durch ein um 1,5mm längeres ersetzt.

Gestängeposition am Rotorkopf Gestängelänge

Ausnehmungen im Rotorkopfzentralstück und an der Unterseite des Zentralstückes erlauben freie Bewegungen der Gestänge bzw. Paddelstange in den Extrempositionen.

Die Angabe der Servohebellängen sind optimal und kann bedenkenlos übernommen werden. Pitchwege +/-11° werden tadellos erreicht und es bleiben genügend Reserven für zyklische Ausschläge.

Fliegen:

Erstflug erfolgte mit original Paddelstangenlänge von 540mm (Originalpaddel werden durchgesteckt und mit einer Mutter verschraubt) und den K&S Paddeln (diese Paddel sind aufgeschraubt und ergeben automatisch einen höheren Paddelkreisdurchmesser) im vorderen Loch eingeschraubt, um nicht zu aggressives Verhalten zu bekommen!

Der 50iger Motor sprang tadellos an und machte von allem Anfang an einen sehr guten Eindruck, was sich auch später nicht ändern würde.

Der Heli schwebte tadellos und war sauber zu steuern, im Schnellflug machte sich bald die zu lange Paddelstange bemerkbar. Bei höheren Geschwindigkeiten war unangenehmes Unterschneiden und abrupte Bewegungen auf zyklische Ausschläge machten sich stark bemerkbar. So konnte nicht vernünftig geflogen werden!!!

Die Paddelstange wurde um 60mm auf 480mm gekürzt und das Paddel mit Gewicht versehen (Schraube+Stellring – siehe Foto)  . Flugtest brachte zwar eine Verbesserung, aber das Verhalten des Helis war immer noch sehr unausgewogen. Die bei dieser Heliklasse übliche 3mm Paddelstange wurde als zu weich befunden und kurzerhand mit einem 120mm langen CFK-Rohr verstärkt.

120mm langes CFK-Rohr wird auf die Paddelstange gesteckt und mittels Stellring gesichert.

Jetzt passte alles tadellos und alle Unarten waren schlagartig weg! Der Rotorkopf ist nun als sehr ausgewogen zu bezeichnen, es wurde auch das Paddelzusatzgewicht (Schraube und Stellring) entfernt. Steuerreaktionen sind nicht zu aggressiv!

Anmerkung: Die originalen Baukastenpaddel die auf bei Vereinskollegen montiert wurden, funktionieren auch ohne Umbauten gut, sind aber für meine Ansprüche zu wenig spontan in der Reaktion, Rollen, Loops und sonstige Kunstflug ist auch mit den Originalen möglich.

Die original Heckrotorblätter stellen sich für Extremfiguren (Seitwärtsloops, sehr schnelles Rückwärtsfliegen) als zu etwas zu kurz heraus. Kurzerhand waren die vom JR Vigor CS übrig gebliebenen Heckblätter montiert, das Heck rastet jetzt wirklich knackig ein und hält bombig. Die Kreiselwirkung musste entsprechend verringert werden. Die durch die ca.12mm längeren und ca. 2mm tieferen Blatter entstehende höhere Belastung der Heckeinheit werden problemlos aufgenommen.

Der Piezo-Kreisel CSM 560Sl micro mit nur 11g Gewicht macht sich hervorragend. Kein Drift, spontanes Ansprechverhalten, konstante Drehraten, Heck hält tadellos auch bei schnellen Seitwärtsloops, die Grundeinstellung erfolgt problemlos. Schon mit der Werkseinstellung des Kreisels ist kein Makel festzustellen. Für mich ist dieser Kreisel auf jedem Fall dem GY401 von Futaba vorzuziehen und funktioniert deutlich besser!

Gaskurve wurde entsprechend der Motoreinstellung angepasst und für Kunstflugfiguren auf die Taumelscheibe 30% Gas zugemischt.

 

Fazit:

Mit dem Heli geht wirklich alles und er ist ausreichend, auch für kräfteraubende 3D-Figuren, motorisiert. Der K&S Dämpfer macht sich mit einen 25%em Sprit sehr gut.

Super zum Trainieren von schwierigen 3D-Figuren und tadellos zu beherrschen und in  jeder Fluglage einwandfrei zu steuern! Schweben, Kunstflug 3D alles kein Problem für den Voyager 50! Piroloops, Piroflips, großzügige Seitwärtsloops, Tornados, Überschläge, TicTocs gehen problemlos und die Motorisierung ist dabei völlig ausreichend.

Wer so einen Heli schon zu 60er Helizeiten gehabt hätte, hätte diese Helis schlecht aussehen lassen. Leistung und Flugverhalten ist einem 60er Heli gleich zu setzten. Durch das geringere Gewicht und die geringere Größe ist der 50er Heli aber deutlich agiler und leichtfüßiger zu steuern, bei unsauberem Einsteuern wird dadurch ungleich weniger Höhe vernichtet, als bei schwereren Fluggeräten!

Anmerkung: Dieser Heli ist, bis auf die kleinen Anpassungen, original aus dem Standartbaukasten heraus verwendet worden. Der Rotorkopf ist für harten 3D-Betrieb eigentlich zu weich gedämpft, macht aber trotzdem alles was 3D zu bieten hat mit. Nur einmal bei einem aus schneller Vorwärtsfahrt heraus gemachten Piroflip kam es zu einem Blattsteifer am Heckrohr. Nachfolgende Landung zeigte eine Beule im Heckausleger! Dämpfung habe ich mittel 2 Stk. 0,5mm Passscheiben erhöht, seither keine Vorkommnisse mehr. Für 3D gibt es aber einen speziellen Kopf der ohne Änderungen aufgebaut werden kann und für 3D ausgelegt wurde!

 

Ich habe mit diesem Heli ein super Trainingsgerät erworden und werde diesen Heli künftig immer mit in den Kofferraum packen!

 

 

Seit Neuestem fliege ich den Voyager 50 mit der eigens für diesen Heli gemachten „Vigor“ Haube

Dämpfer hat ausreichend Platz!  

Voyager50 im Vigorlook!

Die Haube gibt es Weiss und Gelb eingefärbt! Voyager50 im Hintergrund Vigor CS